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Auf gehts ab gehts

In Alumni on April 11, 2008 at 2:56

Nun also doch: Die Deutsche Post will im großen Stil in den Markt für überregionale Anzeigenblätter einsteigen. Das berichtet die „Financial Times Deutschland“ (FTD) in ihrer Donnerstagsausgabe. Geplant sei demnach zunächst ein Wochenblatt in Millionenauflage, das über die Themen Internet, Telekommunikation und Computer berichten werde, sagt Post-Vorstand Jürgen Gerdes dem Blatt. Ihm zufolge will der Konzernvorstand in den kommenden Wochen über die Printoffensive entscheiden. „Die Eroberung von Werbegeldern steht für uns ganz weit oben“, sagt Gerdes. Auch die Erlöse aus TV- und Internet-Werbung hat er im Visier.

Nach W&V-Informationen entwickelt derzeit ehemalige „Business-News“-Chefredakteur Klaus Madzia mit seiner Aktuell Medien Redaktionsgesellschaft die Computer-Post. Madzia bestätigt, dass die Post zu seien Kunden zählt. Der Konzern selbst äußert sich nicht zu den Details seiner Zeitschriftenpläne.

Madzia gestaltete für Holtzbrinck „Extra“ und „Business-News“, beide Blätter waren sauber gemacht, wurden aber wegen fehlender Anzeigen und hoher Vertriebskosten wieder eingestellt. Außerdem hat er zum Thema Computer und Internet eine besondere Affinität, seit er zur Boomzeit um die Jahrtausend-Wende Dirk Mantheys New-Economy-Blatt „Net-Business“ leitete.

Die Post will sich aber nicht nur auf eine Wochenpublikation für Computer und Internet beschränken, die laut Gerdes auch aus redaktionellen Beiträgen bestehen soll. „Es gibt zahlreiche Felder, die attraktiv für uns sind“, sagt er. „Auf den Automobilsektor haben wir intensiv ein Auge geworfen“, so Gerdes zur „FTD“. Zudem könnten Branchen, denen etwa im TV ein Werbeverbot droht, attraktiv für weitere Printprodukte der Post sein. Gerdes nimmt dabei die Bier- und Alkoholindustrie ins Visier: „Die Unternehmen wollen ja weiterhin ihre Zielgruppen mit Werbung erreichen.“

aus www.wuv.de

  1. wird immer besser…

    Harald Müsse bringt das Gratisblatt der Post zum Werbekunden.
    Wenn der Harald zweimal klingelt: Ausgerechnet ein früherer Holtzbrinck- Manager ist beim „ordnungspolitischer Sündenfall“, so Holtzbrinck-Vize Jochen Gutbrod, der kostenlosen Computerzeitung der Post, für die Strategie und Akquisition von Anzeigen zuständig – Harald Müsse, 58, im Herbst 2006 mehr oder weniger einvernehmlich von seinem Amt als Geschäftsführer der Verlagsgruppe Handelsblatt getrennt, seitdem als Berater unterwegs. Müsse bestätigte dem Branchendienstes kress, dass er Partner bei der Aktuell Medien Redaktionsgesellschaft mbH in Berlin ist, die das neue Blatt verlegen soll. Das soll übrigens, ebenfalls laut kress, „Online Aktuell“ heißen, die Adresse online-aktuell.de ist bereits gesichert. Müsse und Madzia kennen sich aus den ehrgeizigen, aber letztlich erfolglosen Versuchen, ein Holtzbrinck-Tabloid („News“, „Business News“) zu etablieren. Alles in allem sitzt mit Lutz Glandt (ex-WAZ), Müsse und Madzia ein beachtliches Kompetenz-Team der Gescheiten, Geschassten und Gescheiterten beisammen.
    kress.de

  2. ehrlich, ich verstehe nicht richtig, worum es geht. dabei ist die w+v-geschichte jetzt schon die dritte, die heute zu der causa lese. computerzeitung? wöchentlich? von der post? gratis? wtf?